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PUBLIK-FORUM EXTRA Wüste. Ort der Wandlung
Die Wüste ist bei westlichen Touristen und Abenteurern gefragt wie nie.
Was macht diese Landschaft so faszinierend?
Sie bietet verzückende Schönheit und gefährliche Öde.
Und wer sich ihr wirklich aussetzt, kommt verändert zurück.
PUBLIK-FORUM EXTRA Vertrauen. Wurzeln schlagen im Leben
Wir Menschen brauchen das Vertrauen zum Überleben wie der Fisch das Wasser und die Pflanzen die Sonne. Wir brauchen es zum Überleben. Vertrauen ist ein zentraler Aspekt des Lebens. Doch wie entsteht Vertrauen? Wie kann es genährt werden und wachsen?

PUBLIK-FORUM EXTRA Gott ist anders. Du sollst dir kein Bildnis machen
»Niemand hat Gott je gesehen.« So steht es in der Bibel, und so ist es. Und trotzdem hat jeder von uns Bilder von Gott im Kopf. Auch die Bibel ist voller Gottesbilder. Bilder über Bilder, die alle mit Zurückhaltung zu betrachten sind. Sie fangen Gott ein, geben ihm Kontur, machen ihn fühlbar, vorstellbar, und sie führen gleichzeitig in die Irre. Gott ist nicht so, wie wir es uns »ein-bilden«. Jeder Gott, den wir uns vorstellen können, ist eine Einbildung.

Deshalb: Vorsicht vor Gottesbildern. Sie sind immer mehr falsch als richtig. Die Skepsis gegen die Bilder von Gott bleibt ein Gebot der Gottesrede (»Theologie«) und von jeder Spiritualität. Auf dem geistlichen Weg gibt es immer wieder die Erfahrung, dass ein Gottesbild zerbricht und zerbrechen muss, weil der wahre Gott immer »anders« ist. In der Mystik erfahren Menschen, dass Gott sich ganz im Bildlosen, im Dunklen verliert, dass in dieser Bildlosigkeit sich aber neue Dimensionen der Gotteserfahrung eröffnen.

Ein Heft, das zur Besinnung einlädt, Fenster öffnet, Gespräche anregt und das Sie lange nicht mehr aus der Hand legen wollen!

sehr viele EXTRA Hefte vorhanden

   
   

PROVO DAS JUGENDMAGAZIN

http://www.provoweb.de

 

     
     

 

  „Gott braucht Menschen.“

So hieß ein französischer Film, der längst aus den Kinos verschwunden ist, mir aber noch eindrucksvoll in Erinnerung ist.

In einem Fischerdorf starb der Pfarrer. Die Gemeinde blieb einige Zeit unversorgt. Keine Messe, keine Kommunion (Abendmahl) und keine Predigt mehr. Am Sonntag morgen trafen sich die Christen traurig vor der Tür der Kirche und ließen die Köpfe hängen.

Da wurde ein Fischer, ein kerniger Typ, sozusagen vom Heiligen Geist gepackt und auf die Kanzel geführt. Er handelte nicht aus Arroganz, sondern weil er überzeugt war, dass Gottes heiliges Wort gepredigt werden müsse. Auch wenn es dafür keine bischöfliche Genehmigung gab, es musste gepredigt werden. Nach inneren Seelenkämpfen eröffnete er den Gottesdienst. Man sang die alten Lieder, die Augen der Frauen und Männer leuchteten auf. Die Regie ließ es hell werden in der Kirche.

Und dann stieg der Fischer zuerst mit schwankenden Schritten, doch dann ganz fest auf die Kanzel. Er begründete seinen inneren Auftrag und begann mit seiner Predigt. Welch eine Predigt ! Zuerst stockte seine Sprache noch, er war eher ein stiller Typ, aber dann kam die Predigt gewaltig aus seinem Herzen und seinem Mund. Ich erinnere mich, dass mich dieser Film damals noch lange bewegte. Es war eine starke Predigt. Mann nennt solche Predigten in der Sprache des Glaubens „vollmächtig“. Menschen werden von Gott ergriffen und tun etwas, was ganz neu ist in ihrem Leben. „Christus hat mich ergriffen“, sagt Paulus einmal.

Gott braucht Menschen.

Wir brauchen Gott, das ist der Grundton des Glaubens in den verschiedenen Konfessionen und Kirchen. Wir brauchen Gott, damit wir die Vergebung erfahren, damit wir die Gewissheit des Glaubens bekommen und eine Hoffnung erhalten, die auch über die Grenze des Sterbens hinaus gilt. Immer sind wir hilfsbedürftig und auf Gott angewiesen. Was wären wir auch ohne Gottes Zuwendung. Alles o. k., daran soll nicht gerüttelt werden. Wir brauchen Gott.

 

Doch wann hören wir einmal die sozusagen umgedrehte Wahrheit. Sie könnte uns eine ganz neue Beziehung zu Gott und zum Glauben geben.

Mancher könnte aufhorchen, wenn er begreift, dass er gebraucht wird. Nicht um sich bei Gott wichtig zu machen, wohl aber, dass er brauchbar wird für Gott.

 

Von Anfang redet die Bibel davon. „Macht euch die Erde untertan und herrschet über sie“ heißt ganz vorne in der Bibel nach der Schöpfungsgeschichte. „Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium allen Menschen“, hat Jesus gesagt. „Erwecke die Begabung, die in dir ist“, schreibt Paulus an seinen jungen Freund Timotheus.

Diese Linie reicht bis heute weiter. Ganz direkt gesagt: Wir sind faule Menschen, wenn wir nur für uns verbrauchen, was uns an Leib, Seele und Geist gegeben wurde. Wir sind nicht in der Spur des Lebens, wie es sein sollte. Wir haben nicht begriffen, wie froh jemand werden kann, wenn er seine Lebensspur, seinen Arbeitsplatz, seinen Auftrag in der Geschichte seines Lebens gefunden hat. Das ist in allen Berufen und Lebenszeiten nötig und möglich. Es ist unabhängig von unseren Berufen nötig, doch gerade auch mitten in den Berufen und Aufgaben,  in die uns das Leben gestellt hat. Nicht nur Pfarrer sind „Geistliche“, jeder Christ hat einen geistlichen Auftrag. Spirituell leben, ein Stichwort zum Weiterdenken.

Gott braucht Studenten und Studentinnen, die sich zu ihm unter den Kommilitonen bekennen. Nicht mit frommen Sprüchen, wohl aber mit Erfahrungen und Argumenten.

Gott braucht Mediziner auf allen Ebenen, die ihren Beruf als von Gott gegebene Aufgabe verstehen. Ich weiß von Chirurgen, die vor jeder OP für einige Sekunden ganz still werden und beten.

Gott braucht Mütter und Väter, die ihren Kindern den Glauben vorleben. Nicht als Idealgestalten, das sind wir alle nicht, sondern auch in Krisen und doch mit einer tiefen Freude, die aus der inneren Gemeinschaft mit Christus stammt.

Gott braucht Politiker in allen Parteien, die es spüren lassen, dass sie eine sehr tiefe Basis in sich tragen. Wo die Grundlagen ihres Lebens zu finden sind. Politik ist ein oft hartes Geschäft, da geht es ohne Konflikte und Auseinandersetzungen nicht ab, doch es kann in Worten und Taten etwas spürbar werden vom Glauben dieser Christen in der Politik.

Vielleicht ist dieser Gedanke - „Gott braucht mich, er will mich als seinen Mitarbeiter, seine Mitarbeiterin haben“  - für nicht wenige ein Anreiz, ganz neu über ein neues und  interessantes Leben nachzudenken. Über den lebendigen Glauben wie wir auch einmal nennen dürfen.

Sich Gott bewusst zur Verfügung stellen. Jeden Tag und jede Stunde. Weil ich ein Berufener bin. Das wäre eine ganz neue Art zu leben.

 Johannes Hansen

 

 

 

 

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